Um 8 Uhr geht’s los. Papa hat mich zum Bahnhof in Kronach gebracht. Leider ist die Bahnstrecke gesperrt und wir werden per Bus zum ICE gekarrt. In München komm ich mit 1 ½ Stunden Verspätung an, aber ich hab ja genug Puffer. Nachdem ich mich ausgeruht und mit Kuchen und meinem letzten deutschen Brot gestärkt hab, haben mich Margit und Kurt zum Flughafen gefahren. Der letzte Abschied!
Am Flughafen geht das Motto des Tages weiter: wir fliegen 1 ½ Stunden später weg. Vor dem Ausstieg in Peking hab ich mein Notebook noch verteidigen müssen, ein Chinese hat gedacht es sei seines und wollte es mitnehmen, er hat mich aber nicht verstanden. Das Reden mit Händen und Füßen geht los
Bis Peking hat der Flieger zwar ein bisschen aufgeholt, aber ich muss den Koffer erst abholen und wieder neu aufgeben. Als ich den Koffer wieder loshab haben mich zwei Chinesen von AirChina gepackt und durch den Flughafen gejagt, wir sollten ja schon wieder weg sein. In der ganzen Hektik und Aufregung haben sie mich auch noch abgezockt – ärgerlich, aber was solls, Lehrgeld: passiert mir nicht mehr!
Ich hab mir nicht umsonst Gedanken gemacht und in Peking 15 Mal gefragt ob mein Luggage auch so schnell ins Flugzeug kommt – in Nanjing schnappen alle ihre Koffer und jagen davon, ich steh noch da – das Band stoppt – mein Koffer ist nicht gekommen!
Das Personal am Flughafen ist das wohl schon gewohnt: 3 Leute kümmern sich um verlorenes Gepäck und machen ihre Scherzchen beim Ausfüllen der Papiere.
Zumindest find ich den Fahrer von SNC und kann mit leichtem Gepäck anreisen. Es ist gut warm und leicht schwül. Nach 2 Stunden bei SNC werden wir dann mit Firmenwagen zum Compound gebracht. Ich hab zwar mit mehr Verkehr gerechnet, aber die Fahrweise ist genau so wie jeder berichtet: Der Stärkste und Lauteste (Hupe) hat Recht und wenn in Fahrtrichtung nichts geht, wir auf der Gegenfahrbahn (auch bei Gegenverkehr) weitergefahren.
Die Wohnung ist groß, Möbel und Klimaanlage sind da und ich freu mich auf die Dusche nach dem Einkaufen.