Nachdem wir im Supermarkt eingekauft und gemütlich gefrühstückt hatten, haben wir uns zur Verbotenen Stadt fahren lassen. Davor sind wir noch am Qian Men (Turm bzw. Tor der inneren Stadtmauer) und an der Halle des Volkes vorbeigelaufen. Davor befindet sich der Platz des Himmlischen Friedens- ein riesiger Platz. Die Partei ließ hier bei Paraden bis zu 1 Mio. Menschen aufmarschieren.

Von der Verbotenen Stadt war ich am Anfang ein bißchen enttäuscht. Die Gebäude sind zwar schön aber mit dem grauen Pflastersteinen und dem grauen Himmel wirkt alles ein bißchen trist. Die schönsten Gebäude sind im Moment verhüllt, weil sich Peking auf die Olympischen Spiele vorbereitet und alles restauriert. Umso weiter wir zum Nordtor kamen, desto interessanter wurde es. Löwenpärchen bewachen den Eingang der Hallen, man kann in die Nebengebäude und Höfe laufen und alles ist verziert und rausgeputzt. Vom Hügel, gegenüber der Verbotenen Stadt haben wir uns dann das ganze nochmal angeschaut. Ein Dach neben dem anderen.

Das Highlight des Tages waren die Hutongs (Gassen) Pekings. Hier ist die Zeit stehen geblieben. Kleine graue Häuschen, teilweise auch schon ziemlich verfallen, mit Hinterhöfen. Dann sieht man wieder, wie sich die Leute Mühe geben. Überall stehen Pflanzen, sogar Kübel mit Gurken standen vor einem Eingang. Wir kommen uns hier fast wie Eindringlinge vor. Aber als wir dann in einen Hof gelaufen sind, haben wir einen Mann mit einem Mädchen Karten spielen sehen und die haben sich total gefreut, dass wir sie fotografiert haben. Vor einem Haus hingen 3 Vogelkäfige mit sprechenden Vögeln, die Nihao, zai jiaen und bye bye sagen konnten. Vor einem Haus saßen Leute, die Mahjongg gespielt haben. An einer Straßenecke haben wir dann sowas ähnliches wie Pfannkuchen und Muerbteiggebäck gegessen und waren noch in einem Cafe. Eine Koreanerin hat uns erklärt, das wir ganz woanders sind, als wir eigentlich dachten, aber durch die Gassen war der Weg das Ziel.

Auf dem Weg zum Glockenturm ist uns ein krasser Hund vor die Linse gelaufen. Ein Pudel, der kurzgeschoren war, bis auf ein paar Kringel auf beiden Seiten. Beim Fotografieren dachten wir, ok, wieder mal ein eingefärbter Hund. Als wir dann die Fotos zu Hause angeschaut haben, ist uns erst aufgefallen was das auf sich hatte: Die eingefärbten, nicht geschorenen Kringel waren die Olymischen Ringe und auf der anderen Seite stand 2008. The spirit of Olympia
Mit Freddy und Niklas waren wir danach noch am Fake Market und ich hab endlich einen Trolley gefunden, für 15 € (das erste Angebot waren 85 €)! Angefangen der

Am Abend sind wir dann in ein Restaurant zum Pekingente essen gegangen. Das ist lecker, zuerst haben wir ganz normale Gerichte bestellt (das Restaurant muss ich mir merken, da werd ich auch Besucher hinschicken, sowas von lecker). Zum Schluss kam dann die Pekingente. Die ganze Ente wird gebracht und dann vor den Gästen "zerlegt". Man isst nur die Haut und eine dünne Schicht Fleisch, die zusammen mit Gemüse in einen Pfannkuchen gerollt wird. Dazu gibts 2 verschiedene Soßen, eine schmeckt nach Brombeeren, die andere schokoladig :-) Mmmmh
Da wir das erste Mal dabei waren durften Susi und ich die Delikatesse essen: Entenhirn! Ist essbar, es gibt ekligere Sachen!