Mittwoch, 6. Februar 2008

Celebrating Chinese New Year

Ich war früh noch schnell in der Arbeit und hab meine Sachen erledigt, damit auch ich mit reinem Gewissen ins neue Jahr starten kann ;-).

Auf dem Weg zurück ist mir eine weitere Tradition zum Chinese New Year aufgefallen:
Männer hocken am Gehsteig und verbrennen Papier. Jeder hat einen Stapel Papier, mit einer roten Schleife rum, neben sich und verbrennt Blatt fuer Blatt. Ich hab abends Sammy gefragt und weiß jetzt was das soll:
Die Stapel kann man kaufen und das Papier gilt symbolisch als Geld. Indem man das Papier verbrennt, lässst man es seinen verstorbenen Verwandten zukommen, die damit in ihrem "neuen" Leben bezahlen können.

Die Straßen sind wie leergefegt, außer wenn in der Nähe ein Supermarkt ist. Dort herrscht Hochbetrieb. Alle rüsten sich mit Essen, Deko und Krachern für Neujahr. Das Feuerwerk und die rote Farbe dient dazu, das Jahresmonster nian (chines.: Jahr) zu verbreiten, vor dem sich die Chinesen nach einer Sage gefürchtet und abends in der Wohnung versteckt hatten, bis sie herausfanden, dass es nur einmal im Jahr auftauchte und sich vor Lärm und roter Farbe fürchtete.

Bei Sonnenuntergang haben die Chinesen mit dem Feuerwerk angefangen. Es wird geballert bis zum Umfallen. Hauptsache es macht Krach (und hier sind Geräte erlaubt, die wirklich Lärm machen, eben echte China-Böller, die Raketen in Deutschland sind dagegen gar nichts!).

Man wünscht sich "Xin Nian Kuai le" was soviel heißt wie "Ein gutes neues Jahr" wörtlich übersetzt wünscht man sich Reichtum und Geld - typisch es geht in China immer nur um die Kohle


Abends hat sich die Meute (Tina&Björn, Stefan, Sebastian, Christopher und ich) bei Uwe zum Essen und Feiern getroffen. Ich hab schon einen Kartoffelsalat vorbereitet. Tina und ich haben dann noch das Rindfleisch und die Schnitzel gebraten und dann gabs das Festmahl.

Danach sind wir raus und haben unsere Raketen losgelassen. Für 20 Euro kann man hier richtig auffahren. Wir Mädels haben uns mit den Sternwerfern begnügt. Das ist nicht so gefährlich, ich trau dem chinesischen Feuerwerkszeug einfach nicht. Wenn ich an die ganzen nicht vorhandenen Sicherheitsvorschriften denk...

Um Mitternacht wurde dann richtig aufgefahren. Der Himmel brennt und die Ohren fliegen einem davon! Wir haben mit einem Glas Sekt aufs neue Jahr angestoßen und Tinas Kuchen genossen. Der letzte Abend in dieser Runde. Wenn ich zurück bin sind Tina, Sebastian und Christopher weg, meine Zeit in China geht dem Ende zu.