Donnerstag, 7. Februar 2008

Jahr der Ratte

Vormittags war ich mit Uwe und Stefan am Purple Mountain. Wir waren beim Linggu Tempel und haben uns die Tradition des Betens am Neujahrstag angeschaut. Der Tempel war gut besucht, aber auch nicht überlaufen, da kann man den Mönchgesang und das traumhafte Wetter richtig genießen.
Den Gläubigen werden rote Kärtchen angeboten. Darauf kann man seine Wünsche schreiben, und Sie am "Wunschbaum" aufhängen lassen.

Da auch ich im Sternzeichen der Ratte geboren bin, gibts mal wieder ein bißchen Lesestoff aus dem Netz. Damit ihr endlich wisst, wie ich wirklich bin, bzw. sein sollte ;-) und was das Rattenjahr so alles bringt.

Menschen, die im Jahr der Ratte geboren sind, werden prinzipiell als treu, romantisch und zärtlich beschrieben, jedoch gibt es in Sachen Liebe ein großes Minus für das Jahr der Ratte - die Eifersucht spielt eine sehr große Rolle. Auch Eitelkeit und Stolz sind beim Jahr der Ratte nicht zu übersehen. Diese beiden Eigenschaften führen auch zu einem überdurchschnittlichen Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. «Ratten» gelten als besonders zäh und klug, können hart arbeiten, entwickeln Strategien, sind flexibel und finden leicht Lösungen. Geld, Macht und Ansehen seien ihnen eine große Motivation, heißt es in chinesischen Horoskopen Sie gehen optimistisch durchs leben, arbeiten hart für das erreichen ihrer Ziele und gelten als Perfektionisten. Es falle ihnen leicht, Kontakte zu knüpfen, doch seien es eher Bekanntschaften, weniger Freundschaften. Haben sie aber jemanden in ihr Herz geschlossen, sollen sie sich als treuer Freund und Beschützer erweisen. Eine starke Bindung empfindet dieses Tierkreiszeichen zu Menschen, die im Jahr des Drachen, des Affen oder des Ochsen geboren sind, jedoch besteht eine gewisse Disharmonie mit dem Pferd.

Berühmte «Ratten» sind William Shakespeare, die Schauspielerinnen Ursula Andress und Lauren Bacall, der ehemalige US-Vizepräsident und frisch gekürte Friedensnobelpreisträger Al Gore, die früheren US- Präsidenten George Washington, Jimmy Carter und George Bush Senior, die Hollywood-Größen Marlon Brando, Burt Reynolds, Dennis Hopper, Sean Penn, Kris Kristofferson oder die Sängerin Kim Wilde sowie Prinz Charles, der im Jahr der Olympischen Spiele 1948 in London geboren wurde.


Die Chinesen erwarten in diesem Jahr einen Babyboom, weil das Tierkreiszeichen der Ratte ihrem Nachwuchs besonderen Mut und Unternehmergeist verleihen soll.


Die Kombination aus Rattenjahr, der Zahl 2008 mit der Glück und Reichtum verheißenden «8» und das Jahr der ersten Olympischen Spiele in China regt den Wunsch nach Kindern des Milliardenvolkes besonders an.


Die Ratte ist das erste der zwölf Zeichen im chinesischen Tierkreis. Der Sage nach hockte die Ratte auf dem Kopf des Büffels und bezirzte den Jadekaiser mit ihrem Flötenspiel, so dass er sie als erstes Tier zu sich rief. Jeder Chinese kennt die Geschichte. «Die Ratte legte ihn mit einem Trick rein», erzählt die 28-jährige Angestellte Zhang Li in Peking. «Deswegen glauben alle Menschen, dass im Jahr der Ratte geborene Kinder besonders schlau sind und auch wissen, wie sie zu Geld kommen können.» Der erste Platz im Tierkreis lässt außerdem auf Führungsqualitäten schließen. Ratten hätten das «Herz eines Generals», eigneten sich besonders gut als Politiker und Geschäftsleute, sagt der Volksmund.


Das Jahr verspricht voller neuer Unternehmungen zu sein, aber auch relativ friedlich und stabil zu werden, lesen Wahrsager aus dem alten Buch der Wandlungen (I-Ging) heraus. Eigentlich gute Voraussetzungen für die Austragung der Olympischen Spiele, die seit den Spielen 1900 in Paris schon auffällig oft auf Rattenjahre fielen - so etwa die Spiele 1936 in Nazi-Deutschland in Berlin oder 1972 in München. Viele chinesische Paare würden ihr Kind am liebsten am Tag der Eröffnung der Spiele in Peking am 8.8.2008 zur Welt bringen. Das Datum gilt als idealer Geburtstag, da «8» für die abergläubischen Chinesen überhaupt die beste Zahl ist. Sie wird ähnlich ausgesprochen wie «Reichtum» in der Aussprache der geschäftstüchtigen Kantonesen. Telefonnummern oder Autokennzeichen mit vielen Achten erzielen immer Rekordpreise.


Eine Weisheit hab ich auch noch zu bieten:
Angeblich bringt es dem Tierkreiszeichen gar nicht so viel Glück, wenn gerade das eigene Jahr ist. Ganz im Gegenteil können große Herausforderungen auf einem zukommen. Unsere Chinesischlehrerin hat uns gesagt, dass man deshalb rote Unterwäsche tragen soll, um das Unheil abzuwenden. Ich finds lustig! Jede Kultur hat ihre Märchen und ihre Weisheiten.

Genug von China erzählt, heute abend mach ich mich auf den Weg nach Shanghai und dann gehts ab nach Deutschland zur Bewerbungsreise. Ich freu mich schon euch alle wieder zu sehen!