Freitag, 10. August 2007

My China ABC

Jetzt ist schon mehr als ein Viertel meines Chinaaufenthalts um, Zeit für ein Fazit.

Ich hätte nie gedacht, dass ich mich hier so wohl fühlen könnte. Vieles ist zwar anders, manches ist angenehmer, andere Sachen muss man als Gast im Land des Lächelns einfach akzeptieren, aber es lässt sich richtig gut aushalten.

Mein Eindrücke von China von A bis Z:

Auto & Verkehr
Das genialste dabei sind die Ampeln hier. Die verbleibende Zeit bis zum Umschalten (rot, gelb oder grün) wird auf einer separaten Anzeige, neben der Ampel runtergezählt. Man weiß immer, ob sich's rentiert Gas zu geben. Die Fahrweise ist dafür furchtbar, aber man gewöhnt sich dran und erschrickt nach einer Zeit gar nicht mehr, wenn wieder was komisches passiert. Rechts überholen und auf der Gegenspur weiterfahren, obwohl Autos kommen, abbiegen vortäuschen und dann doch gerade weiterfahren oder mal auf dem Fußgängerweg weiterfahren, weil man so den Rotblitzer entgehen kann,... Telefonieren am Steuer ist in China zwar auch verboten, aber solange kein Polizist in der Nähe ist gibt's keine Regeln und auch keine Verkehrsschilder.
Mein Favourite-Straßenschild: Hupen verboten! An sich keine schlechte Idee, die Huperei geht mir wirklich auf die Nerven. Leider wird das Schild von niemandem beachtet. In Shanghai ist im Stadtzentrum strenges Hupverbot und die meisten halten sich wohl auch dran, weil hohe Strafen gezahlt werden müssen. Bei längeren Busfahrten ist es besonders schlimm: im Bus hört man die eigene Hupe genauso laut wie draußen, aber die DVD's übertönen das fast noch. Volle Lautstärke werden da Musikshows (so was wie Miniplayback-Show) und brutale Filme gezeigt - Schießereien, Prügeleien,... auch wenn kleine Kinder mitfahren! Das finden die nicht schlimm! Bei der Fahrt zu den Nationalparks Juizhaigou und Huanglong haben die Zwerge alles angeschaut, aber einen harmlosen Kuss bei einer Komödie durfte ein kleiner Junge nicht sehen, da wurden ihm die Augeen zugehalten!

Benehmen
Das ist so eine Sache, diese Rotzerei, das Gespucke, das Gerrülpse und erst die Schlürferei beim Essen. Aber man kann's nicht ändern, ist manchmal schon ekelhaft und laut! Wir haben da ein Musterexemplar im Büro sitzen. Der gähnt so laut, dass man erschrickt. Die fühlen sich im Büro wie zu Hause. In Deutschland wählt man einen dezenten Klingelton fürs Handy oder stellt auf lautlos um, damit nicht jeder alles mitbekommt, hier nicht. Die Handys rocken richtig los und keiner hat ein schlechtes Gewissen!

Companybus
Wir werden jeden Tag um 7:45 (oder auch mal 15 Minuten später) abgeholt und um 17:45 wieder direkt vor unserem Compound abgeliefert. Mich wundert immer, das die Chinesen bei dem Fahrstil des Busfahrers Zeitung lesen können. Volle Kanne über Schienen und durch den Verkehr und immer schön hupen! Im Bus reden entweder alle wild durcheinander, oder alle schlafen noch a Runde. Früh haben viele ihr Frühstück dabei: irgendwas warmes in einem Plastikbeutel. Was die da dabei haben weiß ich nicht, mir reichts schon, wenn ich es riechen muss.
Jeden Morgen fahren wir auch an 3 Schulen vorbei. In China muss jeder Schüler vor Schulbeginn 30 Minuten Sport machen. Die größte der 3 Schulen hat ungefähr 500 Schüler. Diese stehen dann in Reih und Glied auf dem Sportplatz und machen synchron ihre Übungen. Ein Lehrer turnt vor und einige stehen hinter den Kids und passt auf, dass auch jeder mitmacht. Dazu gibt’s Marschmusik. Nach der Zeremonie müssen die Schüler dann in Zweierreihe in das Gebäude marschieren. Bei Regen findet das Ganze auf den Balkons des Schulgebäudes statt. Da herrscht noch Zucht und Ordnung!!

Daheim...
...bin ich in Franken, aber zu Hause bin ich jetzt für ein Jahr in Nanjing. Ich war selbst überrascht, wie schnell ich mich eingelebt hab. Am Anfang war ich ja von der Wohnung nicht so begeistert, aber ich werde wahrscheinlich nie mehr echte chinesische Möbel haben. So interessant wie sie aussehen, so unbequem sind sie auch. Nach ein paar Wochen bin ich richtig in China angekommen und seitdem fühlt es sich an wie ein richtiges zuhause. Mein Survival Kit (deutsche Kekse, Schokolade und Gummibärchen) hab ich noch gar nicht gebraucht, ich hab sogar meine Tüte Haribo verschenkt!

Essen
Wenn man lange genug sucht, kriegt man hier fast alles , man muss halt auch mal tiefer in die Tasche greifen, z. b. beim Käse oder Quark, da zahlt man schon mal 4 oder 5 € für ein Stück! Aber das gleicht sich mit dem Obst und Gemüse wieder aus. Man findet im einfachen Supermarkt fast alles, v. a. frisch und auch mal Sachen, die in Deutschland ziemlich teuer sind. Eine Melone für 0,38 €, Litschi, Mango,... frisch und total lecker. Auch beim Gemüsekochen sind die Chinesen den Deutschen voraus, die haben nämlich sogar in der Kantine begriffen, das man Gemüse bissfest kocht und net matschig.
Es gibt aber auch eklige Sachen! Ein Kollege hat mir erzählt, dass in irgendeiner südlichen Provinz sogar Mäuse gegessen werden und die Story mit dem Hirn vom lebendigem Affen soll auch wahr sein. Zum Glück bin ich nicht im Vertrieb und kann mir selbst aussuchen, was ich esse.

Frauen, Männer, Kinder
Das Aussehen unterscheidet sich von Region zu Regionen. Im Norden sind die Menschen größer, Richtung Westen trifft man mehr Tibeter mit dunkler Haut, einem westlicheren Körperbau und relativ großen Augen. Hübsche Mädels gibt's schon einige. Bei den Männern bin ich anderer Meinung. Die sind so "Teigig" oder mit einem Satz umschrieben: "Ein Mann wie ein Baum, sie nannten ihn Bonsai" ;-)
Kinder bis zu einem Alter von 6 oder 7 Jahren trifft man auf der Straße sehr viele. Bisher hab ich erst einen Kinderwagen und einen Buggy gesehen. Total viele Muttis und Väter, tragen ihre Kinder auf dem Arm (auch noch mit ca. 3 Jahren, kein Wunder, dass die chinesischen Frauen so dünn sind, bei der Schlepperei J). Teenies sieht man auch wieder mehr, aber dazwischen fehlt irgendwas. Einige sagen, die Schüler werden zu Hause eingesperrt und müssen lernen. Chinesen dürfen ja nur ein Kind haben (für jedes weitere müssen hohe Strafen gezahlt werden) und dieses eine Kind betütteln die Eltern und wollen ihm die beste Ausbildung ermöglichen. Lernen hat in China viel mit Auswendiglernen zu tun, nicht mit Verstehen. Da muss ordentlich gebüffelt werden.

German Community
Überlebenswichtig, damit man sich auch außerhalb des Büros mal mit jemandem unterhalten kann. In Nanjing auf der Straße findet man nicht viele Leute, die englisch sprechen und sich dann auch trauen eine Unterhaltung zu führen.
Da wir nicht sooo viele Deutsche bei SNC sind, ist der Zusammenhalt super. Es ist immer jemand da ist, der einem hilft und versteht, oder auch einfach nur mal am Platz vorbeischaut und ein deutsches Wort mit mir wechselt. Und dann gibts ja auch noch ein Leben außerhalb von SNC. Mit Susanne bin ich an den meisten Wochenenden unterwegs, mit Melanie mach ich den Chinesischkurs UND ich hab Tina kennengelernt und eine richtig gute Freundin gefunden, der ich alles erzählen kann und die mich wieder aufrichtet, wenn ichs brauch! Ihr seht, ich bin bestens aufgehoben.

Hygiene...
...lässt oft zu wünschen übrig. Meine Putzfrau hat behauptet, sie hätte die Wohnung vor meinem Einzug extra noch mal durchgeputzt, ich hatte den Eindruck, die Wohnung wäre seit ein paar Monaten nicht mehr saubergemacht worden.
Sitzklos gibt’s auch nur in europäischen Hotels, in Firmen und westlichen Restaurants. Obwohl ich sagen muss, dass die Stehklos hygienischer sind, geputzt wird hier ja nicht so oft...

Igitt!
Ungeziefer! Spinnen und Kakerlaken trifft man schon mal. Ich hab Anfang August welche in meiner Wohnung gefunden :-(! Während dem Wochenende wurde meine Wohnung dann ausgeräuchert und seitdem geh ich jeden Abend auf die Suche und trag 2mal am Tag den Müll weg. Bisher hab ich zum Glück keine neuen Untermieter gefunden.

Jipie!!!
Ich krieg Besuch! Christine und Kathrin haben den Flug nach China gebucht! Am 22. September kommen die beiden in Peking an und nach 5 Tagen China light fliegen wir mit Paul und Susanne nach Tibet! Ich freu mich schon drauf! Außerdem hab ich meine Wette gewonnen. Tobias muss jetzt nächstes Jahr mit dem Fahrrad von Förtschendorf nach Erlangen fahren – ohne Tricks und Hilfsmittel. Ich fahr ja auch mit und er darf das Tempo bestimmen. Einzige Voraussetzung ist, dass wir die Strecke (ca. 130 km) an einem Tag schaffen.
@ Tobias: fang schon mal mit dem Training an ;-), du wolltest mir ja nicht glauben !

Kantine...
Einen Tag vor meiner Ankunft bei SNC wurde die neue Kantine eröffnet. Mittler Weile gab’s schon einige Umstellungen:
Jeder Mitarbeiter bekommt pro Tag 8 RMB von SNC fürs Essen auf die Karte geladen. Im Mai hatte man ein normales Tablett und hat sich entweder das Menü für 8 RMB oder einzelne Tellerchen, Obst, Joghurt und Saft nach eigener Wahl genommen und die entsprechende Summe gezahlt. Je nachdem, ob man viel oder wenig genommen hatte, war Ende Mai die Summe verbraucht oder noch einiges übrig. Die Chinesen sind ja sehr sparsam. Also hat am letzten Arbeitstag im Mai jeder so viele Joghurts und Getränke mitgenommen, wie er noch vom Budget bekommen konnte (die Kollegen sind mit Tüten voller Getränke rausmarschiert!!!) Anstatt der normalen Tabletts gibt’s seit Juni jetzt welche mit Mulden für die einzelnen Sachen, man kann also nur noch eine bestimmte Anzahl von Speisen nehmen und zahlt immer seine 8 RMB, egal ob man das normale Essen oder weniger nimmt.
Das Essen an sich ist meistens genießbar, es gibt immer genug Reis und Gemüse, die anderen Sachen variieren. Von Fake-Schnitzel bis Fischkopf alles dabei. Allerdings lässt die Qualität langsam nach, in der Anfangszeit war’s besser.

Luft
In Nanjing nicht frisch sondern versmogt. Man sieht die Sonne fast nie richtig. Wenn ich im September heim komm, mach ich ein Foto von strahlend blauem Himmel und nehme das dann als Bildschirmschoner und zeig den Chinesen, was richtiger Himmel ist und wie toll der in Franken ist.

Motivation und Arbeitsmoral
Dazu nur soviel: Manchmal wünscht man sich einen Knopf, um jemanden einen leichten elektrischen Schlag verpassen zu können, und wenn der nur dazu dient den Kollegen aufzuwecken. Ich hab tatsächlich schon jemanden am Schreibtisch pennen sehen (nicht nur während der Mittagspause, da ist das ja normal).

Namen
Für mich eine Plage, ich kann mir die Namen nicht merken. Die meisten Leute werden ja mit Nachnamen und Vornamen angesprochen und das ist zuviel für meine grauen Zellen. Alles hört sich gleich an. Wir haben in der Abteilung eine Mrs. Ding, eine Mrs. Ping und eine Mrs. Xin, bis ich die auseinanderhalten konnte sind Wochen vergangen. Erschwerend kommt noch dazu, das ich am Telefon kein Display hab und die Chinesen sich nur mit Nihau oder Wei melden. Wie soll man da Namen lernen? Mit den Gesichtern klappt’s jetzt besser, die sehen doch nicht alle gleich aus.
Dann gibts da noch das Problem mit meinem Namen. Die wissen oft nicht, was mein Vorname ist. Ein Kollege hat mich 4 Wochen immer mit Lauterbach (ohne Ms. oder Mrs.) angesprochen. Wie in der Schule "Lauterbach, an die Tafel!". Ich hab ihm dann vorsichtig erklärt, dass ich das nicht ausstehen kann, entweder Ms/Mrs. Lauterbach oder Sandra. Alle sind dankbar, dass sie mich Sandra rufen können. Lauterbach ist für Chinesen dann doch nicht so einfach auszusprechen.

Organisation
Hier mal ein Beispiel von SNC. Es wurde beschlossen, auf dem Parkplatz die Buchstaben SNC mit Mitarbeitern zu formen und davon ein Foto zu machen. Da wir aber nicht genug Leute sind, um alle 3 Buchstaben in Dreierreihe zu bilden, hat man einen Buchstaben nach dem anderen gemacht. Auf dem Boden waren die Buchstaben mit Kreide vorgemalt. Vom Dach des Gebäudes wurde fotografiert. Der Fotograf und sein Gehilfe haben sich per Funk verständigt.
Das klappt hier einfach nicht, eine Masse Leute rasch in die richtige Reihe zu bringen. Wenn nicht jemand jeden einzelnen an den richtigen Platz stellt, geht da nichts voran. Wir Deutschen sind nur kopfschüttelnd rumgestanden und haben hin und wieder in die Kamera gegrinst.

Praktisch...
...aber irgendwie komisch und eklig sind die Schnellscheißerhosen! Bis die Kinder alleine aufs Klos gehen können haben sie Hosen an, die am Zwickel offen sind. Wenn die Kinder mal müssen, werden die einfach gepackt und über einen Mülleimer oder irgendwohin gehalten (kann auch mal der Gang von einem Bus sein).
Ich würd euch gerne ein Foto zeigen, hab aber noch nicht geschafft ein Kind mit Schnellscheißerhose zu fotografieren. Sobald ich es schaffe, werd ich es in der Rubrik Alltag veröffentlichen!

Qualität
Vergleichbar mit der Hygiene, das wird hier einfach anders definiert. Für die Ewigkeit wird nichts gebaut. Häuser die erst ein paar Jahre alt sind, sehen aus als wären sie schon 40 Jahre alt und nie renoviert worden. Bei den Küchenschränken ist der Leim hingebaatzt,... Meine chinesischen Wohnzimmermöbel dagegen überleben noch 4 Generationen, dafür sind sie potthässlich. Man muss immer genau schauen, was man kauft und prüfen, obs auch was taugt.

Regen
Am Anfang der Regenzeit hab ich gedacht, die wären hier zimperlich, wegen 3 Tropfen von „raining season“ zu sprechen. Das Bild auf der Straße ist dann sehenswert. Die Chinesen fahren ja dann trotzdem Fahrrad und haben alle riesige Regenumhänge an. Schirme werden hier eher gegen Sonne verwendet. An manchen Fahrrädern gibts sogar eine Halterung für den Schirm, weil Chinesen ja nicht braun werden wollen. Weiße Haut ist inn, weil braune Leute draußen die Arbeit machen müssen, während die anderen im Büro arbeiten können. In manchen Cremes ist sogar Bleicher drin, verrückt!
Anfang Juli hab ich meine Meinung geändert. Es hat geschüttet, sodass alles überschwemmt war. Mehr als kniehoch stand das Wasser im Stadtzentrum auf der Straße! Ich war unterwegs, zur richtigen Zeit am richtigen Ort, in Suzhou hats nur leicht geregnet.

Supermarkt
Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass man Schildkröten und Frösche lebend aussuchen und schlachten lassen kann. Seit neuestem gibt’s auch noch Schlangen oder Nattern. Und auch der Rest ist sehr gewöhnungsbedürftig: Entenmägen, geschlachtete Fische, Fleisch alles wird angeboten, aber nicht gekühlt. Das ist manchmal ein Duft, da isst man gerne Obst und Joghurt. Das ist hier nämlich um Welten besser als in Deutschland.
Neulich hab ich gesehen, das eine Frau Eier gekauft hat (werden meistens im Beutel verkauft, Eierbecher hab ich noch nicht oft gesehen). Die Frau hat sich die Eier aber schon aufschlagen lassen und ist dann mit einem Beutel Eiern davon.
Was hier auch gerne gemacht wird, ist bei einer Packung noch was anderes mit ranzupacken (was auch schon abgelaufen sein kann), aber nix was unbedingt zusammengehört. Zum O-Saft gibt’s einen Joghurt zum Waschmittel irgendein anderes Putzmittel,...

Taxifahren...
Ist schon irgendwie cool hier, es kostet ungefähr 10 % von dem, was man in Deutschland zahlen würde und auch sonst gibt es ein paar Unterschiede: Fast alle Taxifahrer sind mit einer Plastikkonstruktion umrandet. Wenn man mehrmals die Erfahrung gemacht hat, dass der Fahrer keine Ahnung vom Ziel hat, vor jeder Ampel bremst, bis sie grün ist und die tollsten Umwege fährt, weiß man auch warum es diese Käfige gibt. In Peking sieht man öfters Taxis ohne Käfig. Für die Olympischen Spiele werden in Shanghai und Peking die Umrandungen aus den Taxis ausgebaut.

Die meisten Taxifahrer sind auch richtig gut drauf. Manche fragen woher man kommt, raten aber leider meistens falsch: Amerikaner. Ich hab beschlossen mir ein T-Shirt machen zu lassen, mit chinesischer Aufschrift: „ Nein, ich bin kein Amerikaner!!!“. Jeder Depp hier fragt mich ob ich Ami bin.
Lustig sind die meisten Taxifahrer und sie bemühen sich auch wirklich, mich gut mit Musik zu unterhalten. Sie sind halt nicht auf dem neuesten Stand und spielen die Hits vor 8 Jahren, aber allein der Wille zählt! Neulich bin ich ins Taxi gestiegen und der Taxifahrer hat "Deutschland" von den Prinzen gespielt:
„Natürlich hat ein Deutscher "Wetten, dass...?" erfunden.
-vielen Dank für die vielen Stunden.
Wir sind die freundlichsten Kunden auf dieser Welt.
Wir sind bescheiden - wir haben Geld.
Die Allerbesten in jedem Sport.
Die Steuern hier sind Weltrekord.
Bereisen sie Deutschland und bleiben sie hier.
Auf diese Art von Besuchern warten wir.
Es kann jeder hier leben, dem es gefällt.
Wir sind das freundlichste Volk auf dieser Welt.
Nur eine Kleinigkeit ist hier verkehrt!
Und zwar, dass Schumacher keinen Mercedes fährt.
Das alles ist Deutschland - das alles sind wir
Das gibt es nirgendwo anders - nur hier, nur hier
Das alles ist Deutschland - das alles sind wir
Wir leben und sterben hier...“

Unbegreiflich...
... was China alles zu bieten hat: den höchsten Berg der Welt, Wüste, Steppe, Grasland, Großstädte, Wälder, Kultur, Geschichte, kulinarische Köstlichkeiten,...
Es ist das bevölkerungsreichste Land der Erde und zählt zu den ältesten Hochkulturen der Menschheitsgeschichte: China – das Land der Mitte. China ist geprägt von einem faszinierenden Miteinander: dreitausendjährige Geschichte dicht neben dem dynamischem Wandel des 21.Jahrhunderts.

Verrückte Welt
Das hab ich noch nirgends gesehen: einen Hund mit gefärbten Ohren und Schwanz (blau und pink), Straßenkarten, bei denen Norden nicht oben ist (ich bin ja eh kein guter Kartenleser und dann drehen die noch alles um), Wasserhähne die linksrum zugedreht werden, Schlösser die man falschrum aufschließt,...

Wochenende
Die Tage, an denen ich selten in Nanjing bin :-), ist schon toll, fast ein ganzes Jahr Zeit, um so viel wie möglich von China zu sehen. Susanne und ich sind ständig am planen, wir nutzen unsere Zeit hier richtig aus. Obwohl unsere Pläne auch locker 2 Jahre ausfüllen könnten. Und das Ergebnis davon lest ihr ja immer in den Berichten.

Xie xie
Das ist eines der wenigen Wörter, die ich auf chinesisch kann. Xie xie heißt danke und wird so ähnlich wie Sche Sche ausgesprochen. Das versteht auch jeder, wenn ich was anderes sage, kucken die meistens wie ein Auto, weil sie nicht wissen was ich meine oder sie wiederholen das Wort genauso wie ich’s gesagt hab und sagen ich hätte es falsch betont. Gar nicht so einfach mit den Tönen. Mein Trost, 2 Chinesinnen, die mit uns jeden Tag im Bus fahren, versuchen deutsch zu lernen und die versteht man auch nicht, ihnen fehlt es vor allem beim R. Die sollen mal nach Franken und das rollende R lernen ;-).
Mein Chinesisch wird hoffentlich bald besser, seit Juli geh 2mal die Woche zum Chinesischkurs.

Yoga, Sport
Wenn ich in Nanjing bin, zwing ich mich mindestens einmal die Woche ins Fitnessstudio zu gehen. Die jungen Chinesen machen nicht so viel Sport. Ältere Leute trifft man früh am Morgen und abends öfters mal im Park beim Yoga, Feng Shui...
Als ich das erste Mal im Fitnessstudio war, war ich ein bißchen geschockt. Die fragen ganz direkt was man wiegt und sagen einem ins Gesicht, dass man abnehmen soll. Nach ein paar Wochen hat der Chef vom Studio sogar gefragt ob ich schon was abgenommen hab! Eigentlich ist das ja nicht die Art der Chinesen, persönliche Dinge direkt zu fragen. Jetzt hab ich des Rätsels Lösung: Jeder der in China ins Fitnessstudio geht, macht das um abzunehmen. Will man sich nur entspannen oder bewegen, kann man genauso in den Park gehen. Im Fittnessstudio zahlt man Geld, um dafür eine Leistung - abnehmen - zu erhalten. Die Nachfragen waren also ganz normales Controlling der Kundenzufriedenheit.

Zensur
Ich hasse sie!!!
Nicht mal Blogs kann man in China aufrufen. Ich würde so gerne die Erlebnisse von den anderen Informanden mitverfolgen! Sch...! :-(
Ein Artikel aus dem Internet:Peking (pte/21.06.2007/06:15) - Die strengen Internetzensur-Maßnahmen der chinesischen Regierung rufen immer mehr Ärger unter den Web-Usern hervor. Zuletzt wurde sogar die harmlose Fotoseite Flickr.com von den Behörden blockiert. Das kritisieren nun nicht nur so genannte Cyberdissidenten, die der Regierung ein besonderer Dorn im Auge sind. Auch viele durchschnittliche Internetnutzer fühlen sich eingeschränkt und fordern mehr Privatsphäre, berichten US-Medien. Das Verlangen nach Information innerhalb der Bevölkerung sei mittlerweile so groß, dass es für die kommunistische Partei schwieriger werde, auf ihrer Linie zu bleiben, meinen Vertreter von Human Rights Watch in Hong Kong.
Etwas weniger zuversichtlich zeigt sich die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG). "Es ist zu befürchten, dass China die Zensur weiter vorantreiben wird. Vor allem mit der Unterstützung westlicher Unternehmen wird sich die Situation vermutlich weiter verschlechtern", meint Katrin Evers, Sprecherin von Reporter ohne Grenzen Deutschland, im Gespräch mit pressetext. Natürlich gebe es bestimmte technische Möglichkeiten, um in den Widerstand zu treten und es sei gut, wenn einzelne Mutige sich zur Wehr setzen, setzt Evers fort. Es sei jedoch zu bedenken, dass Kritik und Widerstand in China sehr gefährlich werden können.
In der Vergangenheit wurden auf Veranlassung von Peking bereits zahlreiche populäre Webseiten gesperrt - darunter auch Wikipedia und eine Reihe von Diskussions- und Blogging-Seiten. Die Zensurmaßnahmen sind in China mittlerweile unter dem Namen "Great Firewall" berühmt geworden. Dennoch wird das Bedürfnis nach Privatsphäre besonders unter der chinesischen Mittelschicht immer stärker.