Mit dem Bus wurden wir anschließend zur Terrakottaarmee gekarrt. Unterwegs hat uns der Reiseleiter mit Infos über die Region versorgt: Wir befinden uns in der Weizenkammer Chinas. Die Hoffnung steigt, mal was anderes als Reis zu bekommen :-)
Die Terrakotta-Armee nahe der chinesischen Stadt Xi'an wurde in Jahre 1974 während einer Brunnenbohrung gefunden. Wenige Tage später bereits, begann ein chinesisches Archäologen-Team damit, die Sensation freizulegen. In mehrjähriger Arbeit wurden nach und nach viele tausend der lebensgroßen Terrakotta-Figuren freigelegt. Heute ist die Terrakotta-Armee Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und eines der beeindruckendsten und wertvollsten Zeugnisse der frühen chinesischen Geschichte.Auf chinesisch wird die Terrakotta-Armee "Soldaten- und Pferdefiguren" genannt, denn das sind die beiden Hauptmotive. Die Armee aus Terrakotta-Figuren bewacht den Grabhügel des ersten gesamtchinesischen Kaisers Qin Shi Huang.
Die Kaiser konnten während ihrer Regierungszeit fast über alles bestimmen. Um auch nach dem Tod über die Menschen zu bestimmen, "beaufragte" Qin Shi Huang diese riesige Grabanlage.
Es ist schon beeindruckend, wenn man bedenkt, dass die Figuren mit individuellen Gesichtsausdrücken und Haltung schon vor über 2200 Jahren hergestellt wurden und dass erst ein geringer Teil der Anlage freigelegt wurde. Aber eigentlich hatte ich mir immer vorgestellt, das waere ein riesiges Feld und man kann da durchmarschieren...
Das Reisen mit Reiseleiter sind wir nicht gewöhnt. Alles ist getimt! Halle 3: 20 Min, Halle 2:15 Minuten,...
Nach der Besichtigung der Terrakotta-Armee sind wir zum Mittagessen gefahren und haben die für die Region typischen Gürtelnudeln und andere Köstlichkeiten gegessen.
Die letzte Station war die große Wildganspagode. Da die Sicht nicht so gut war, haben wir beschlossen, das der Aufstieg den Schweiß nicht wert ist und sind lieber in den dazugehörigen Garten gegangen - sehr schön angelegt.Nach längeren Verhandlungen hat der Reiseleiter Susanne, Patrick und mich zu unseren Hotel gebracht. Das Zimmer war riesig und sauber - und das fuer 7 EUR/Nase, allerdings musste man alle 2 Minuten das Licht neu aktivieren. Sehr lustig, wenn immer einer aus der Dusche brüllt "Liiicht". Typischer Benutzerfehler - wir hatten die Karte falsch eingelegt.
Abends sind wir durchs Moslemviertel gebummelt. Eine Kleinigkeit wollten wir noch essen und haben uns an einen gefüllten, fritierten Fladen getraut. Der sauer-scharfe Geschmack hat uns nicht wirklich überzeugt. Danach hat uns der Mut zum Rumprobieren verlassen und wir sind zum Mc Donalds.
An jeder Ecke stehen Straßenverkäufer. Bei all den Tourisouveniers waren auch Papierdrachen dabei. Die Verkäufer haben 30m lange Schlangen mit Drachen in den Nachthimmel steigen lassen. Schööön!