Im Jahr 366 soll ein Mönch die erste Grotte in den Fels geschlagen haben. Innerhalb von 400 Jahren stieg die Anzahl auf über 1.000. Die Hälfte ist bis heute noch erhalten. Die Touri-Gruppen werden aber nur in bestimmte Höhlen (10-15 Stück) geführt. Es gab auch eine Klosterbibliothek, die ungefähr 50.000 Schriften umfasst hat. Die meisten davon wurden Anfang des 19. Jahrhunderts von Europäern zu lächerlichen Beträgen abgekauft. In London und Paris befinden sich heute die meisten Schriftstücke.Durch das trockene Klima (bei uns hats grad geregnet und es war ziemlich kalt!) sind die Malereien sehr gut erhalten. Bei einigen Wänden sieht man, dass gar nicht alles vom Fels rausgehauen ist, sondern eingezogene Wände aus Bambus und Zement eingebaut wurden. Einige Grotten sind verschlossen um die Malereien zu schützen, oder um die tandrischen Darstellungen (!) zu verstecken.
Wenn man die Farben anschaut, kann man nicht glauben, dass da nicht nachgeholfen wurde, einige sehen wirklich fast zu gut erhalten aus. In einer Höhle ist ein 34,5 m hohe Buddhafigur, der größte eingehauste (lustiges Wort, stand im Reiseführer :-)Buddha der Welt.
Zurück in Dunhuang mussten wir wieder übers Wetter staunen. Es ist wie in den Bergen. Gerade haben wir noch mit Pulli gefroren und 20 Minuten später steht man mit kurzer Hose und Top im Schatten und schwitzt.
Da der Rest unserer Gruppe Essel essen wollte, haben wir uns abgeseilt und sind mit Ang in ein Nudelrestaurant gegangen. Sehr lustig! An einer Tafel stehen alle Gerichte mit Preis und man deutet einfach auf das mit den lustigsten Zeichen, weil niemand englisch spricht und die Karte nur chinesisch ist. Für 50 Cent kriegt man einen ordentlichen Teller Nudeln. Ich bekam kurze Nudeln mit Rindfleisch, Bohnen und einer scharfen Tomatensoße, Susanne hat Spagetti mit Tomatensoße erwischt.
Danach sind wir noch ein bißchen rumgestreunt und haben die Sonne und den blauen Himmel genossen. Herrlich! Nachdem wir die Kameltour gebucht hatten, sind wir nur für 20 Minuten zurück zum Hotel und haben unsere Sachen umgepackt. Als wir wieder rauskamen war der Himmel dunkel und es hat richtig ordentlich zu regnen angefangen. Kameltour gecancelt! :-(
Abends sind wir durch die Stadt geschlendert, haben im Park eine Melone geschlachtet und uns danach auf den Weg zu den Sanddünen gemacht, um den Sonnenuntergang zu sehen. Die 6 km haben wir unterschätzt, als wir ankamen war die Sonne schon verschwunden.Da wir sowieso schon ausgecheckt hatten, sind wir umgezogen. Das Hotelzimmer war riesig, die kleinen Zimmer waren alle ausgebucht, normalerweise hätten wir das doppelte zahlen müssen. Nach dem Duschen war im Bad eine Überschwemmung. Anscheinend hatte die Leitung ein Leck, wir konnten nur noch mit Flipflops ins Bad.