Es hat dann aber doch noch geklappt und wir haben uns unterwegs rausschmeißen lassen und sind mit einem Taxi mit Gebäck zum Panda Base gebraust. 1 h musste ausreichen. Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, die Bären draußen zu sehen und wir haben auch angefangen um die Gehege zu gehen und Ausschau zu halten, aber ohne Erfolg.
Nur im Frühjahr, Herbst und Winter hat man die Chance, den großen Panda im Freien anzutreffen. Im Sommer ist es zu warm. Unter den Liegeplätzen liegen Eisblöcke! Viel Platz haben die Bären nicht, aber sie sehen gut gepflegt und gesund aus. Manche dösen, die anderen futtern Bambus. Ein Pandababy hab ich auch gesehen. In einem Brutkasten (wie im Krankenhaus) war ein fast nackter 15 cm kleiner Panda gelegen. Ganz klein und zart, mit nur ein bißchen schwarz-weißem Flaum.
Im Reservat sind auch rote Pandas. Diese sind ungefähr so groß wie Waschbären und beim Futter weniger anspruchsvoll. Von den roten Pandas gibt es noch wesentlich mehr, als von den vom Aussterben bedrohten Großen Pandas.Nachdem wir 4 Tage mehr schlecht als recht gegessen haben, war heute was ordentliches fällig. Zwischendurch haben wir uns mit Bauze gestärkt (2 Teigtaschen für 10 Cent!). Nach langer Suche (entweder waren Moskitos da oder die Preise hoch) gab es dann typische Sichuan-Küche: ordentlich scharf, aber meistens gut (ein Gericht waren fritierte Knorpel, die haben wir dann doch stehen lassen).
Zum Abschluss unserer ersten Tour mit Chinesen muss ich mal mit den Vorurteilen aufräumen:
-man findet immer jemanden, der englisch spricht (wir hatten einige dabei, lag vielleicht auch ein bißchen an den Semesterferien)
-die Chinesen haben sich total nett um uns gekümmert, auch ohne Worte kann man sich verständigen und erreicht sein Ziel (als ich mich nach der Nationalparktour umgezogen hab, hat die eine Chinesin gleich gesehen, dass ich nicht weiß ob es in Ordnung ist, wenn ich in die Garage gehe. Sie hat mich reingeschickt, an der Tür aufgepasst und den Eigentümern erklärt, warum ich den Raum brauche)
-unsere Mitreisenden haben sich gut benommen, keine Rotzerei! Einige mussten sich halt im Bus übergeben, aber dafür können sie ja nichts (ich bin geheilt, mir hat die Raserei gestern überhaupt nichts mehr ausgemacht :-)
-so anderes sind die Chinesen auch nicht, die hatten auch keine Lust auf Shoppingstopps und das Essen fanden sie auch grausam (einige waren ganz vorsichtig und hatten sogar eigene Schälchen und Stäbchen dabei)
-wenig und schlechte Ausrüstung, keine Regenjacken oder warme Sachen, ein Mädel hatte 4 Tage das selbe an (hat man aber nicht gerochen, keine Ahnung wie das funktioniert hat)!
Fazit: Jeder Zeit wieder! Wenn man nicht total empfindlich ist und offen für Neues fühlt man sich gut aufgehoben und kommt super klar.