Ein paar Meter weiter links stand eine Gruppe 10m höher als wir und rechts
von uns standen ein paar Leute ein Stückchen tiefer, als die Sonne aufging haben erst unsere linken Nachbarn Ahhhhhhhh gerufen, 2 Minuten später haben wir gestaunt und kurz darauf ging bei der Gruppe unter uns ein Raunen durch die Masse :-) Kein Wunder, ich hab noch nie einen so schönen Sonnenaufgang gesehen!
Da wir nicht ordentliches zu Essen gefunden haben, sind wir zeitig wieder treppab gestiegen, die Strecke ist nur 8 km lang und deshalb ziemlich überlaufen. Wie gestern auch haben wir wieder sehr viele Träger gesehen, die alles mögliche hochschleppen. Muskelkaterlos und fit wie wir waren, sind wir in 2 h runtergerauscht, wenn alles voller Menschen ist macht es gar keinen Spaß, gemütlich zu laufen und rumzuschauen.Unten angkommen hab ich gemerkt, dass ich den Zettel mit der Anschrift vom Hotel verloren hab, wir haben also 4 Leute gefragt welchen Bus wir nehmen müssen. Da alle das gleiche gesagt haben, sind wir mitgefahren (diese Strategie ist zwar zeitaufwenig aber in China sehr empfehlenswert!).
In Tankow sind wir orientierungslos rumgeirrt und wussten nicht wo unser Hotel ist, an dem der Bus nach Nanjing abfährt. Einige Teeverkäuferinnen wollten uns ihre Kräuter aufdrängen und haben dann, als sie uns nicht verstanden Mr. Chen gerufen. Er hat gleich angeboten, uns zurückzuführen und zu helfen. Als er aber im 2. Satz sein Restaurant empfohlen hat, dachte ich
das wäre Abzocke. Wir haben mit ihm dann ausgemacht, dass er uns erst zum Hotel bringen muss. Da er so nett war und englische Speisekarte und Hühnchen ohne Knochen angepriesen hat, sind wir dann doch mit ihm zurück. Wir haben günstig und sehr lecker gegessen. In seinem Gästebuch haben wir dann die Grüße anderer Deutscher gelesen und auch unseren Senf dazugegeben :-). Zufällig kam dann grad der Onkel vom Mr. Chen vorbei und hat seine Bilder angepriesen. Alles eine Mafia, aber egal, wir haben bekommen was wir wollten.Der Bus zurück nach Nanjing sollte eigentlich 3 h brauchen, Kathrin hätte dann noch über eine Stunde Zeit gehabt, ihren Zug in Nanjing zu finden. Da unser Busfahrer gebummelt hat, hatten wir 45 Minuten Verspätung. Ich bin mit Kathrin aus dem Bus gesprintet, rein ins Taxi und hab ihn mit Kuai-kuai-kuai (schnell-schnell-schnell) zum Bahnhof gejagt. Das war knapp! 4 Minuten vor Abfahrt war Kathrin am Bahnsteig.

Ich bin heimgedüst, hab geduscht und bin gleich wieder los zum Konzert. Zur Zeit ist deutsche Woche in Nanjing und deshalb spielen verschiedene deutsche Bands. Heute war Juli da. Super cool, Sebastian, Christopher und ich waren erst ziemlich weit hinten aber irgendwann haben wir die Absperrung genausowenig wie die Chinesen beachtet und waren in der 1. Reihe :-)